Was Ihr wissen müsst, bevor Ihr zur Uni geht

Bald ist die Schule vorbei und einige von Euch wollen sicher etwas studieren. Vielleicht habt Ihr sogar schon eine Zusage. Aber das ist nicht alles! Es gibt noch einiges was Ihr beachten müsst, bevor es los gehen kann.

Stundenplan

In der Schule hat man am Anfang des Jahres immer einen fertigen Stundenplan bekommen. An der Uni läuft es meistens nicht ganz so einfach. Entweder, man geht ins Studierenden-Büro und lässt sich dabei helfen, oder man muss es eben ganz alleine machen. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man es zum ersten Mal macht. Zuerst müsst Ihr über die Website eurer Fakultät euer Modulhandbuch finden. Dort steht drin welche Kurse Ihr pro Semester belegen müsst und wie viele Punkte es gibt. Am besten druckt Ihr Euch das einmal aus, denn es ist sehr wichtig.

Im ersten Semester ist es sicherer, wenn Ihr Euch zunächst an den Plan hält. Wenn der Arbeitsaufwand nicht zu groß ist, könnt Ihr beim nächsten Mal einfach ein paar mehr Kurse wählen. Die Kurse findet Ihr dann in dem Vorlesungsverzeichnis Eurer Uni und dort könnt Ihr Euren Stundenplan selbst zusammenstellen (bei mir war es immer LSF+Uniname). Dort müsst Ihr erst Euren Studiengang suchen und dann die entsprechenden Module. Meistens habt Ihr sogar ein bisschen Auswahl und es kommen mehrere Kurse in Frage. Passt allerdings auf, dass Ihr Euch nicht zu viele Kurse auf einen Tag legt. Vorlesungen können ziemlich anstrengend sein.

BAFÖG

Viele Studenten, deren Eltern nicht über der Verdienstgrenze liegen, beziehen Bafög. Die nötigen Unterlagen findet Ihr im Internet oder eben auch im Bafög Amt Eurer Uni. Wenn Ihr auf das Bafög angewiesen seid, fangt Ihr am besten zeitig an, denn manchmal kann es Monate lang dauern, bis Euer Beitrag überhaupt bearbeitet wird. Ich spreche aus Erfahrung! Wenn Ihr im September erst beantragt, kann es sein, dass Ihr erst im Januar Geld bekommt. Wer also nicht daheim wohnt oder keine Rücklagen hat muss aufpassen, nicht dass Ihr direkt wieder aus der neuen Studentenbude fliegt, weil die Miete zu teuer wird.

Eigenständiges Arbeiten

Was Ihr am Anfang direkt feststellen werdet ist, dass der Dozent gar keinen Plan von Eurem Studium hat, er bereitet nur seine Kurse vor und macht sein Ding. Das ist ganz wichtig zu verstehen! Uni und Schule sind weit voneinander entfernt. Hier hilft Euch keiner freiwillig und viele Wege führen zum Ziel.

In den Vorlesungen seid Ihr oft sogar einer von 150 Studenten und der Dozent interessiert sich nicht im Geringsten dafür, dass Ihr nicht mitkommt. Wenn Ihr Glück habt, lädt er aber die Folien noch hoch. Wenn nicht, sucht man sich am besten schon mal einen Freund, der viel und gerne mitschreibt.

Prüfungsleistungen

In Eurem Modulhandbuch findet Ihr auch Eure Prüfungsleistungen. Für manche Kurse müsst Ihr Klausuren schreiben, und für wieder andere Hausarbeiten. Ihr solltet am Anfang immer schon nachschauen, was Ihr machen müsst. Wenn Ihr zum Beispiel noch ein bis zwei Extra-Kurse wählt, müsst Ihr auf einmal vier Hausarbeiten schreiben in den Semesterferien: Urlaub adé.

Außerdem darf keiner automatisch mitschreiben. Es gibt Anmelde-Fristen an die Ihr euch halten müsst. Auch hier weiß Euer Dozent wahrscheinlich nicht Bescheid. Informiert Euch auf der Website der Uni oder fragt Kommilitonen, die schon mehr Erfahrung haben.

Bis zum dritten Semester, müsst Ihr bereits eine gewisse Anzahl von Punkten erreicht haben, ansonsten wird Euer Bafög gestrichen. Also ein weiterer Grund sich an das Modulhandbuch zu halten.

Übrigens: Wenn hinter der Uhrzeit des Kurses das Kürzel C.T. steht, also cum tempore, bedeutet das, dass er erst eine Viertelstunde später beginnt!

Und einen guten Veranstaltungstipp an der Universität zum Thema Studium,  in unserem schönen Saarland, findet Ihr unter der Homepage der Uni.

Viele Grüße,

Eure Susanne

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